Sichtbar in ChatGPT
So wird dein Unternehmen gefunden
Von Alexander Schneider, Gründer von OOTO — Out of the Ordinary
Deine Kunden googeln nicht mehr nur.
Sie fragen ChatGPT. Sie fragen Perplexity. Sie fragen den KI-Assistenten im Browser.
Und wenn dein Unternehmen dort nicht vorkommt, existierst du für diese Kunden nicht.
Das ist keine Zukunftsmusik. Laut einer Studie von SparkToro aus dem Jahr 2024 verliert Google bereits messbare Anteile bei informationellen Suchanfragen an generative KI-Tools. Besonders bei komplexen Fragen – genau jenen, die vor einer Kaufentscheidung gestellt werden.
Was ChatGPT überhaupt macht – und warum das für dich relevant ist
ChatGPT ist keine Suchmaschine. Es ist ein grosses Sprachmodell (Large Language Model, kurz LLM), das auf Basis von Trainingsdaten Fragen beantwortet und Empfehlungen ausspricht.
Der entscheidende Unterschied zu Google: Beim klassischen SEO präsentiert dir Google eine Liste von Links – der Nutzer entscheidet, wohin er klickt. Bei ChatGPT gibt es keine Liste. Es gibt eine Antwort.
Wenn jemand tippt: «Welche Marketingagentur empfiehlst du für ein KMU in der Schweiz?» – nennt ChatGPT konkrete Namen. Oder es nennt keine. Dazwischen gibt es nichts.
Das verändert den Wettbewerb fundamental. Sichtbarkeit ist nicht mehr eine Frage des Rankings auf Seite 1 oder 2. Es ist eine binäre Entscheidung: genannt oder nicht genannt.
Wie entscheidet ChatGPT, wen es empfiehlt?
LLMs wie ChatGPT, Claude oder Gemini wurden mit enormen Mengen an Textdaten aus dem Internet trainiert. Sie «kennen» Unternehmen, die online gut dokumentiert sind – durch eigene Inhalte, aber vor allem durch externe Erwähnungen auf vertrauenswürdigen Seiten.
Neuere Modelle wie ChatGPT mit aktivierter Websuche oder Perplexity greifen zusätzlich in Echtzeit auf aktuelle Webseiten zu. Das bedeutet: Auch frisch publizierte, gut strukturierte Inhalte werden berücksichtigt – nicht nur das, was beim Trainingsdatenschnitt vorhanden war.
Die Forschungsgruppe der Columbia University hat in einer Studie (2024) untersucht, welche Faktoren die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein Unternehmen in generativen Suchantworten erwähnt wird. Die zentralen Erkenntnisse:
Autorität durch Drittquellen. Unternehmen, die auf unabhängigen, etablierten Plattformen erwähnt werden – Branchenmedien, Verzeichnisse, Fachportale – werden von LLMs als vertrauenswürdig eingestuft. Der Mechanismus ist ähnlich wie bei Google PageRank, aber noch stärker gewichtet.
Konsistenz der Informationen. Name, Adresse, Leistungsangebot – überall gleich. Widersprüchliche Informationen über verschiedene Quellen hinweg führen zu Unsicherheit im Modell. Das Unternehmen wird im Zweifel nicht empfohlen.
Inhaltliche Klarheit und Struktur. LLMs verstehen strukturierte Inhalte besser als Fliesstext. Klare Überschriften, direkte Antworten auf konkrete Fragen, keine Marketing-Floskeln.
GEO – was steckt dahinter?
GEO steht für Generative Engine Optimization. Der Begriff wurde 2023 von Forschern der Princeton University und Georgia Tech geprägt und beschreibt die gezielte Optimierung von Inhalten, um in generativen KI-Antworten zitiert und empfohlen zu werden.
GEO ist keine Ablösung von SEO. Es ist eine Erweiterung.
Wer technisch sauberes SEO betreibt – strukturierte Daten, klare Informationsarchitektur, E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) – hat bereits eine gute Grundlage. Aber GEO verlangt zusätzlich: Inhalte, die so präzise und zitierfähig formuliert sind, dass ein Sprachmodell sie direkt in eine Antwort einbauen kann.
Der Unterschied in der Praxis: Ein klassischer SEO-Text optimiert für Keywords. Ein GEO-optimierter Text beantwortet Fragen so, dass ein KI-System ihn als verlässliche Quelle zitiert.
Was du konkret tun kannst
1. Beantworte die Fragen, die deine Kunden wirklich stellen
LLMs bevorzugen Inhalte, die direkte Antworten auf direkte Fragen geben. Kein Einleitungs-Absatz der erklärt, dass dies ein wichtiges Thema ist. Direkt zur Antwort.
Wenn deine Zielgruppe fragt «Was kostet eine SEO-Agentur in der Schweiz?» – dann beantworte genau das. Mit konkreten Zahlen, mit Kontext, mit Einschränkungen.
FAQ-Sektionen mit Schema Markup sind aus GEO-Perspektive besonders wertvoll. Sie liefern strukturierte Frage-Antwort-Paare, die LLMs direkt verwerten können. Google selbst empfiehlt FAQ-Schema für Inhalte, die in AI Overviews erscheinen sollen.
2. Erscheine auf den richtigen Plattformen
ChatGPT und Perplexity kennen dein Unternehmen besser, wenn es konsistent auf mehreren vertrauenswürdigen Plattformen dokumentiert ist.
Google Business Profile, local.ch, branchenspezifische Verzeichnisse, Branchenverbände – das sind keine Nice-to-haves. Das sind Vertrauenssignale, die LLMs auswerten.
Besonders wertvoll: Erwähnungen auf Seiten mit hoher Domain Authority. Eine Erwähnung in einem Fachmagazin oder auf einer Branchenplattform ist aus GEO-Sicht vielfach wertvoller als zehn weitere Texte auf der eigenen Website.
3. Baue externe Erwähnungen systematisch auf
Testimonials, Case Studies, Gastbeiträge in Fachmedien, Interviews, Erwähnungen in Newsletter von Branchenverbänden – das sind externe Signale.
Ein konkretes Beispiel: Wenn du als Experte in einem Artikel auf einem Schweizer Marketing-Blog zitiert wirst, weiss ChatGPT, dass du in diesem Bereich als Fachperson anerkannt bist. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Empfehlung erheblich.
4. Strukturiere deine Website für Maschinen
LLMs lesen HTML. Sie verstehen Struktur besser als ungeordneten Fliesstext.
Das bedeutet in der Praxis:
Klare Überschriften-Hierarchie (H1 → H2 → H3). Schema Markup für dein Unternehmen (Organization, LocalBusiness, Service). Eine llms.txt-Datei – analog zur robots.txt – die KI-Crawlern erklärt, wer du bist, was du tust und welche Inhalte relevant sind. Das ist ein neuer Standard, der sich gerade etabliert.
Anthropic (Hersteller von Claude), OpenAI und Perplexity unterstützen llms.txt bereits. Google hat AI Overviews auf Basis von strukturierten Inhalten aktiviert.
5. Schreibe mit Quellenangaben
LLMs gewichten Inhalte höher, die Behauptungen mit Quellen belegen. Nicht weil das eine direkte technische Anforderung ist – sondern weil Inhalte mit Quellenangaben in den Trainingsdaten typischerweise aus wissenschaftlichen oder journalistischen Kontexten stammen und damit als vertrauenswürdiger eingestuft werden.
Konkret: Wenn du in einem Blog-Artikel eine Zahl oder eine Marktaussage machst, belege sie. Das erhöht die Zitierfähigkeit des Artikels.
Ein Schweizer Beispiel aus der Praxis
Eine Zahnarztpraxis in Luzern, mit der wir arbeiten, wurde mit gezielter GEO-Optimierung innerhalb von drei Monaten in lokalen KI-Suchanfragen sichtbar – obwohl sie vorher kaum organischen Traffic hatte.
Der Ansatz: FAQ-Seiten mit Schema Markup zu den häufigsten Patientenfragen, Einträge in medizinischen Verzeichnissen, strukturierte Unternehmensdaten auf der Website, und ein konsistentes Google Business Profile.
Keine Magie. Konsequente Grundlagenarbeit.
Was passiert, wenn du nichts tust?
KI-Tools werden nicht verschwinden. Sie werden mehr genutzt – nicht weniger.
Microsoft hat Copilot direkt in Windows und Office integriert. Apple Intelligence läuft auf dem iPhone. ChatGPT hat über 300 Millionen aktive Nutzer pro Woche (Stand: früh 2025, OpenAI-Angaben).
Die Unternehmen, die jetzt anfangen ihre Online-Präsenz für generative KI zu optimieren, werden in zwei Jahren einen strukturellen Vorteil haben, der schwer aufzuholen ist.
Die gute Nachricht: Die meisten Schweizer KMU haben noch nicht angefangen. Der Vorsprung ist noch zu holen.
Fazit
ChatGPT und andere KI-Tools verändern, wie Kunden Entscheidungen treffen. Sie fragen nicht mehr – sie bekommen Antworten geliefert.
Dein Job ist es sicherzustellen, dass dein Unternehmen in diesen Antworten vorkommt.
GEO ist kein Hype. Es ist die logische Weiterentwicklung von SEO für eine Welt, in der Sprachmodelle die erste Anlaufstelle für Kaufentscheidungen werden.
Wer das jetzt angeht, hat einen echten Vorteil.
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Quellen:
SparkToro, «Zero-Click Search & The Rise of AI Answers» (2024) – sparktoro.com
Aggarwal et al., «GEO: Generative Engine Optimization» Princeton / Georgia Tech (2023) – arxiv.org
Google, FAQ-Schema & AI Overviews – developers.google.com
OpenAI, ChatGPT Usage Statistics (2025) – openai.com
Anthropic, llms.txt Standard – anthropic.com